Die Homepage wurde am 10. Juli 2013 aktualisiert.

deutscher Jugendfischereischein - Gültigkeit in Österreich

deutscher_Jugendfischerschein_Gueltigkeit_in_OEsterreich.pdf

Pacht von Fischteichen

Beim Fischereirevier Rohrbach sind einige Anfragen wegen Pacht von Fischteichen eingelangt. Vorwiegend Teiche für Salmonidenbesatz, aber auch Teiche für Karpfen. Sollten Sie einen Teich verpachten wollen - bitte Kontaktaufnahme mit dem Fischereirevier Rohrbach.

Kontrollblatt für Fischereischutzorgane

FSO_Kontrollblatt.xls

Leitbild des Fischereirevieres Rohrbach

  1. Schutz und Pflege der heimischen Fischbestände und ihrer Lebensgrundlage
  2. Erhaltung und Verbesserung der Rahmenbedingungen der Fischerei nach ökologischen Gesichtspunkten
  3. Reinhaltung der Gewässer zur Erhaltung der Gesundheit aller Lebewesen
  4. Nachhaltige Erhaltung und Gestaltung unserer Gewässer im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie
  5. Anliegen der Fischerei der Öffentlichkeit bewusst machen und Verständnis dafür erzielen.

Große Mühl, Steinerne Mühl, Kleine Mühl und die Ranna die den Bezirk Rohrbach von Nord nach Süd durchfließen und bis auf die Steinerne Mühl in die Donau münden, bilden die Hauptgewässer des Bezirkes. Im Süden kann auf 41,73 Kilometer Länge in der Donau die Fischerei ausgeübt werden.

War die Fischerei früher im Bezirk Rohrbach der Geistlichkeit (Stift Schlägl) und dem Adel (Pürnstein, Altenhof, Helfenberg, Sprinzenstein, ...) vorbehalten, so gibt es heute im Bezirk Rohrbach 74 Fischereirechts- besitzer an Fließgewässern und weiters eine große, nichtabzuschätzende Anzahl von privaten Teichbesitzern.

Dass die Angelfischerei einen hohen Stellenwert hat, zeigt unter anderem, dass über 4.500 Einwohner des Bezirkes Rohrbach im Besitz einer Fischerkarte sind und somit den Fischfang ausüben können. Ist man nicht Besitzer oder Pächter eines Baches oder Teiches, so kann die Fischerei im Bezirk Rohrbach in nachstehenden Bereichen und nach Kauf einer entsprechenden Bewilligung ausgeübt werden:

Urlteich in Klaffer, Große Mühl im Bereich von Ulrichsberg und Aigen/Schlägl, Stausee in Neufelden, Ranna-Badesee und Ranna-Stausee in Oberkappel.

Die Donau kann auf der gesamten Strecke nach Erwerb einer entsprechenden Bewilligung mit der Angel befischt werden.

Die Gewässer des Bezirkes (außer der Donau) fallen in die Forellen- und die Äschenregion. Der dominierende Fisch ist die Bachforelle. In den 4 Hauptflüssen kommen noch Bachsaibling, Äsche, Regenbogenforelle, Döbel, Hecht und Quappe an fangbaren Fischen vor.

Das sehr weiche (kalkarme) Wasser führt dazu, dass die Fischnährtiere im geringeren Ausmaß vorkommen und daher im Bezirk Rohrbach die Salmoniden (forellenartige Fische) nie rekordverdächtige Maße erreichen.

In Zeiten, als das Milieu der Gewässer von Menschenhand fast unberührt war, verliefen Fortpflanzung und Entwicklung der Fische problemlos. Liest man Fangverzeichnisse z.B. des Stiftes Schlägl vor 100 Jahren kann man sich so große Fischbestände jetzt gar nicht mehr vorstellen. Die Eingriffe des Menschen in ihren Lebensraum führten zur immer weitreichenderen Verschlechterung der Lebensbedingungen für die einheimische Bachforelle. Die größte Gefahr dieser Veränderungen besteht für die Laichvorgänge, wodurch die gesamte Existenz gefährdet ist. Wasserverschmutzungen, Eingriffe in den Charakter der Fließgewässer, Wasserbauten, Übersäuerungen durch Aufforstungen im Uferbereich mit Nadelbäumen, Veränderungen des hydrologischen Gleichgewichts und andere Eingriffe des Menschen in die Lebenswelt der Fische würden ohne entschiedene Gegenmaßnahmen in vielen Fällen eine Tragödie für die Wasserfauna bedeuten. Nicht zu unterschätzen sind für die einheimische Bachforelle aber auch Feinde aus der Tierwelt. Grau- oder Fischreiher, Kormorane und der sich in letzter Zeit im Bezirk Rohrbach sehr stark ausbreitenden Fischotter richten einen hohen Schaden an unseren Bachforellenbeständen an. Aus diesem Grund hat in der Fischerei des Bezirkes Rohrbach die künstliche Aufzucht und besonders die künstliche Vermehrung der Bachforelle immer größere Bedeutung erlangt. Nur noch so kann man erfolgreich einerseits die eingeschränkten Möglichkeiten der natürlichen Fortpflanzung in den freien Gewässern ausgleichen, bzw. andererseits die Lücken, welche Fischfresser verursacht haben, schließen. Die Heranzucht von autochthonen (einheimischen) Bachforellen und nicht der Besatz mit schnellwüchsigen skandinavischen Bachforellen ist für die Gewässerbewirtschafter des Bezirkes Rohrbach vorrangig.