Fischprädatoren

Gänsesäger

Der Gänsesäger ist ein in Österreich brütender Fischfresser, der mit seinem spezialisierten Pinzettenschnabel täglich bis zu 250 Gramm junge und kleine Fische erbeutet — und damit den Fischbestand heimischer Gewässer erheblich belastet.

Gänsesäger greift Fisch an

KI-generiertes Bild

Merkmale

Beim Gänsesäger unterscheidet man Männchen und Weibchen deutlich:

Gänsesäger Tauchsequenz

KI-generiertes Bild — Gänsesäger beim Tauchen auf Fischfang

Nahrung & Auswirkungen auf den Fischbestand

Der Gänsesäger frisst vor allem Fische zwischen 5 cm und 20 cm — also genau jene Jungfische und Kleinfische, die für die natürliche Reproduktion der Bestände entscheidend sind. Ein einzelnes Tier frisst täglich rund 250 Gramm Fisch, das entspricht etwa 70 bis 100 kg pro Jahr und Tier.

Besonders kritisch ist die Konzentration mehrerer Tiere auf engem Raum in klaren Fließgewässern wie der Großen Mühl, Kleinen Mühl oder der Ranna — genau jene Gewässer, in denen das Fischereirevier Rohrbach den Aufbau natürlicher Wildbestände von Bachforelle und Äsche verfolgt.

Gänsesäger an der Großen Mühl
Männliche Gänsesäger an der Großen Mühl

Situation im Bezirk Rohrbach

Das Fischereirevier Rohrbach hat derzeit einen Antrag auf Entnahme von Gänsesägern an die zuständige Behörde übermittelt. Sobald ein positiver Bescheid vorliegt, wird die Webseite aktualisiert und die Jägerschaft im Bezirk informiert.

Bewirtschafter und Schutzorgane werden ersucht, Sichtungen von Gänsesägern mit möglichst genauen Angaben zu Ort, Anzahl und Datum zu dokumentieren und dem Fischereirevier zu melden: walterkoller@gmx.at

Häufige Fragen zum Gänsesäger

Darf man den Gänsesäger im Bezirk Rohrbach entnehmen?

Derzeit nicht. Das Fischereirevier Rohrbach hat einen Entnahmeantrag bei der zuständigen Behörde eingebracht. Sobald ein positiver Bescheid vorliegt, wird das hier aktualisiert und die Jägerschaft im Bezirk informiert.

Wie schädlich ist der Gänsesäger für den Fischbestand?

Er frisst gezielt Fische zwischen 5 und 20 cm — also genau die Jungfische, auf denen die natürliche Reproduktion beruht — rund 250 g pro Tag, 70–100 kg pro Jahr und Tier. Kritisch ist die Konzentration mehrerer Tiere in klaren Fließgewässern wie Großer Mühl, Kleiner Mühl und Ranna.

Was kann ich tun, wenn ich Gänsesäger sehe?

Sichtungen mit möglichst genauen Angaben zu Ort, Anzahl und Datum dokumentieren und dem Fischereirevier Rohrbach melden — das hilft, Entnahmeantrag und Management zu untermauern.