Merkmale
Beim Gänsesäger unterscheidet man Männchen und Weibchen deutlich:
- Männchen: unterseits weiß, oberseits und Kopf schwarz mit charakteristischem Grünschiller
- Weibchen: aschgrauer Vogel mit rotbraunem Kopf und Schopf
- Schnabel: Pinzettenschnabel mit kräftigem Haken — ideal zum Greifen glatter Fische

KI-generiertes Bild — Gänsesäger beim Tauchen auf Fischfang
Nahrung & Auswirkungen auf den Fischbestand
Der Gänsesäger frisst vor allem Fische zwischen 5 cm und 20 cm — also genau jene Jungfische und Kleinfische, die für die natürliche Reproduktion der Bestände entscheidend sind. Ein einzelnes Tier frisst täglich rund 250 Gramm Fisch, das entspricht etwa 70 bis 100 kg pro Jahr und Tier.
Besonders kritisch ist die Konzentration mehrerer Tiere auf engem Raum in klaren Fließgewässern wie der Großen Mühl, Kleinen Mühl oder der Ranna — genau jene Gewässer, in denen das Fischereirevier Rohrbach den Aufbau natürlicher Wildbestände von Bachforelle und Äsche verfolgt.

Situation im Bezirk Rohrbach
Das Fischereirevier Rohrbach hat derzeit einen Antrag auf Entnahme von Gänsesägern an die zuständige Behörde übermittelt. Sobald ein positiver Bescheid vorliegt, wird die Webseite aktualisiert und die Jägerschaft im Bezirk informiert.
Bewirtschafter und Schutzorgane werden ersucht, Sichtungen von Gänsesägern mit möglichst genauen Angaben zu Ort, Anzahl und Datum zu dokumentieren und dem Fischereirevier zu melden: walterkoller@gmx.at
