Teichlandschaft beim Stift Schlägl
Produzent · Fischzucht

Stift Schlägl —
Fisch aus klösterlicher Hand

Seit Jahrhunderten wirtschaften die Prämonstratenser von Schlägl mit Bedacht und Geduld. Ihre Fischzucht ist kein Nebengedanke, sondern gelebte Überzeugung: naturnahe Teiche, geringe Besatzdichte, kein Kunstdünger, keine Chemie — und ein Ergebnis, das man schmeckt.

Eine Fischzucht mit Geschichte und Haltung

Wer das Stift Schlägl kennt, denkt zuerst an die romanische Stiftskirche. Dass hinter dem Kloster auf rund 10 Hektar eine der sorgfältigsten Fischzuchten des Mühlviertels sprudelt, ist manchen erst beim ersten Kauf bekannt — und dann sofort unvergesslich.

Auf 30 Teichen züchten und halten die Stiftsleute neben dem klassischen Karpfen und verschiedenen Forellenarten mehr als zehn weitere Fischarten. Die acht größeren Teiche sind der Karpfenzucht gewidmet. Was das Stift dabei besonders macht: Es wird ein eigener Laichfischstamm gehalten. Kein zugekaufter Besatz, kein Einheitsgen — jedes Frühjahr entsteht hier echter Nachwuchs aus dem eigenen Bestand.

Die Philosophie

„Naturnahe Teiche, geringe Besatzdichten, kein Kunstdünger, keine Chemie, keine Medikamente." Was sich schlicht anhört, ist in der heutigen Aquakultur alles andere als selbstverständlich. Das Stift Schlägl hält daran fest — und seine Kunden danken es mit jahrelanger Treue.

Karpfen, Forellen, Saiblinge — und mehr

Zugefüttert wird beim Karpfen sparsam: nur geringe Mengen Getreide als Erhaltungsfutter. Den Rest holt sich jeder Fisch aus dem Teich selbst — Insekten, Kleintiere, Wasserpflanzen. Das braucht Zeit, gibt aber Geschmack. Karpfen aus Schlägl haben diese feste, aromatische Qualität, die industriell erzeugten Fischen schlicht fehlt.

In einer Forellenanlage mit insgesamt 18 Teichen werden Forellen, Saiblinge und Lachsforellen aufgezogen. Die Setzlinge werden zugekauft und mit Fertigfutter ernährt — die Teiche selbst sind jedoch großzügig dimensioniert und naturbelassen. Kein Beton, keine enge Beckenaufzucht. Die Fische wachsen, wie sie sollten.

KarpfenEigener Laichstamm
ForelleErdteichzucht
SaiblingErdteichzucht
LachsforelleErdteichzucht
+10 ArtenWeitere Fischarten
10 haTeichfläche gesamt

Fischverkauf ab Oktober — frisch und küchenfertig

Der Fischverkauf ist saisonal — und das mit gutem Grund. Ab Anfang Oktober beginnt in der Fischhälterung direkt beim Kreisverkehr Schlägl die kurze, intensive Verkaufssaison, die bis kurz vor Weihnachten dauert. Alle Fische werden lebend gehältert und auf Wunsch direkt vor Ort küchenfertig vorbereitet oder filetiert. Frischer geht es kaum.

Die Nachfrage ist groß — und das nicht nur bei Privatkunden. Mehrere Gastronomiebetriebe der Region beziehen regelmäßig Fisch aus Schlägl. Wer besondere Mengen oder spezifische Arten plant, tut gut daran, frühzeitig anzufragen.

Wichtiger Hinweis: Das Stift verkauft ausschließlich Fische aus eigener Zucht. Bei einzelnen Arten kann es daher zu vorübergehenden Engpässen kommen — wer auf Nummer sicher gehen möchte, ruft vorab an.

Florian Jungwirth — und die Legende namens Rudi

Jahrelang war Rudolf Wakolbinger das Gesicht der Stifter Fischerei. „Rudi", wie ihn alle nannten, war kein Fischmeister im bürokratischen Sinn — er war ein Handwerker mit echtem Gespür für Wasser, Fisch und Jahreszeit. Als er schließlich in den wohlverdienten Ruhestand trat, hinterließ er große Gummistiefel.

Sein Nachfolger Florian Jungwirth führt die Fischerei des Stifts seither mit der gleichen Sorgfalt weiter — und hat sichtlich gute Arbeit geleistet, denn die Qualität der Schlägler Fische ist ungebrochen.

Wann gibt es Fisch aus Schlägl?

Frühling
Laichzeit · Nachwuchs · kein Verkauf
Sommer
Wachstumsphase · Teiche in Betrieb
Herbst
Ab Oktober: Abfischung & Verkaufsstart
Winter
Bis Weihnachten Do. & Fr. geöffnet